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Filiale
Als „angespannt, aber gefasst“ beschreibt Karstadt Münster-Chef Thomas du Buy die Stimmung seiner Belegschaft. Zusammen mit dem stellvertretenden Betriebsratschef Burkhard Langhorst und einer Ver.di-Vertreterin hat er am Dienstag, 4. Mai, die 150 Beschäftigten in einer Versammlung über den aktuellen Stand der Verhandlungen über die insolvente Warenhauskette informiert.

Münsters Grüne wehren sich gegen den Rückzug der Post aus der Versorgung
im Süden der Stadt. „Jüngstes Beispiel ist die beabsichtigte Schließung der
Post-Service-Filiale in Berg Fidel“, sagt GAL-Ratsherr Carsten Peters, der den Leistungsabbau für nicht akzeptabel hält.

"Die Drogeriekette Rossmann befindet sich in Verhandlungen um die Woolworth-Immobilie in der Salzstraße": So lautet die Auskunft von Unternehmenssprecher Edzard Schönrock auf Anfrage von echo-muenster.de. Aber: "Dies kann ich wiederum nicht bestätigen“, sagt unterdes Pietro Nuvoloni, der Insolvenzverwalter der Warenhauskette.

Noch sind die großen Schaufenster im ehemaligen Kaiser’s Supermarkt an der Hammer Straße 39 mit Papier verklebt. Doch dahinter tut sich etwas. Es wird gearbeitet. Gearbeitet an der Eröffnung eines neuen Biomarktes, der spätestens im April 2010 eröffnen wird. Denn’s Biomarkt - ein neuer Name in Münster.

„Die Karstadt-Häuser in Münster sind von der Schließung nicht betroffen“, sagt Filialgeschäftsführer Thomas du Buy im Gespräch mit echo-muenster. Laut bundesweiter Medienberichte hat der Karstadt-Mutterkonzern Arcandor am Dienstagmorgen (1. Dezember) bekannt gegeben, deutschlandweit zehn Häuser aufzulösen.

Fast wäre die Rettung der seit sieben Monaten im Insolvenzverfahren steckenden Warenhauskette Woolworth gescheitert. Gescheitert am Hauptvermieter, der amerikanische Beteiligungsgesellschaft Cerberus. Mit dem US-Finanzinvestor war trotz mehrmonatiger Verhandlungen keine Einigung über die Mietkonditionen für 82 der bundesweit 160 Fortführungsfilialen erzielt worden.

Noch ist die Kuh nicht vom Eis, aber sie ist offenbar auf direktem Weg ans rettende Ufer: Micha Guttmann, Pressesprecher des Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann, bestätigte, dass die Filiale Münster „gut ins Fortführungskonzept passt und gute Chancen hat, endgültig zu bleiben.“ Die Entscheidung, sie könne täglich fallen.
„Als kleines Kind habe ich in Köln Einkaufen immer mit der weißen Kaffeekanne in Verbindung gebracht“. Der Kunde vor dem Kaiser’s Tengelmann-Ladenlokal an der Warendorfer Straße ist betroffen, dass „sein“ Symbol Ende September hier verschwinden wird – wie alle fünf weiteren Geschäfte des Unternehmens in Münster und der Supermarkt in Dülmen.

Glamouröse Zeiten – die hatte Escada in den späten 80-er und 90-er Jahren. Jetzt kreist der Pleitegeier über dem Münchener Modelabel der Luxusklasse. Noch in dieser Woche, heißt es, wird Insolvenzantrag gestellt. Gestellt werden müssen. Der allerletzte Versuch, den Konzern mit rund 2300 Beschäftigten zu retten, ist gescheitert.

So schön die Nachricht für die 30 Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze bangen, gewesen wäre: Aber der Erhalt der Filiale Münster des insolventen Kaufhauses Woolworth ist noch nicht besiegelt. Anders lautenden Medienmeldungen zum Trotz.
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