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Nationalsozialismus

Perfektes Timing: Wenn sich am Sonntag, 2. Mai, der Geburtstag von Paul Wulf zum 89. Mal jährt, gibt’s für Freunde und Anhänger des bekannt gewordenen NS-Opfers gleich noch einen Grund zu feiern. Die Querelen um die Paul-Wulf-Skulptur, in der Stadtbevölkerung heiß diskutiertes Objekt von Künstlerin Silke Wagner, haben ein Ende, der Rat hat den Ankauf jetzt abgesegnet.

Das Gemälde "Romantische Landschaft mit Ruine" (um 1825) von Carl Eduard Blechen (1798-1840) zählt zu den Hauptwerken in der Sammlung des LWL-Landesmuseums. Nach Leihgabe durch die Bundesrepublik an das münstersche Museum ging es 2009 an die Erben zurück – jetzt, ein Jahr später, konnte es zurückgekauft werden.

Mit einem dreimonatigen Veranstaltungszyklus zum Thema „Die Künste im Exil (1933–1945)“ beschließen die Städtischen Bühnen ab Ende April ihre Trilogie zur deutschen Kultur- und Gesellschaftsgeschichte.

Als das Schiff „Struma“ im Februar 1942 untergeht, sterben 769 jüdische Flüchtlinge im Schwarzen Meer. Sie sind im Dezember im rumänischen Konstanza aufgebrochen, um vor den Nazis nach Palästina zu fliehen. Das Bühnenstück „Fluchtpunkt: Israel“ vom theater odos aus Münster erzählt von dieser Reise. Am Sonntag, 11. April, wird es in der Villa ten Hompel uraufgeführt.

Prominente Festredner eröffnen am Mittwoch, 24. März, eine Tagung über die Päpste Pius XI. und Pius XII., die vor allem wegen ihrer Politik gegenüber dem Nationalsozialismus umstritten sind.
Mordechay Lewy (Foto rechts), Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl, wird auf das schwierige Verhältnis zwischen dem Vatikan und Israel eingehen.

Wie wird in der Bundesrepublik mit der nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen? Dieser Frage gehen Klaus Brenken und Christoph Michel im Zuge der neuen Vortragsreihe „Junge Wissenschaft“ am Mittwoch, 24. März, um 19 Uhr in der Villa ten Hompel (Kaiser-Wilhelm-Ring 28) nach.

Karl Friedrich Kolbow war von 1933 bis 1944 als westfälischer Landeshauptmann Verwaltungschef des Provinzialverbandes Westfalen, dem Vorgänger des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Der LWL gibt jetzt die Tagebücher des Nationalsozialisten heraus. Zur Präsentation der neuen Quellenedition wird am Mittwoch, 3. März, ins Landeshaus eingeladen.

Seit mehreren Jahren forscht der Flensburger Reinhard Großmann nach Verwandten seines jüdischen Großvaters, von denen die meisten im Ghetto Lodz von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Beschäftigung mit dieser Geschichte schlug sich nieder in den „Lodzer Texten“. Am Mittwoch, 10. Februar, liest Großmann daraus im Geschichtsort Villa ten Hompel.

„Es war wie Hexenjagd ...“ Die münstersche Historikerin Dr. Gisela Schwarze hat wieder ein bisher wenig bekanntes und vor allem kaum aufgearbeitetes Kapitel der Nazi-Zeit ans Licht geholt: Sie zeigt in ihrem neuen Buch, wie vor allem Frauen für Dorfpolizisten, Gestapomänner, Firmenobleute, fanatische Juristen und „ganz gewöhnliche Denunzianten“ zum Freiwild wurden.

27. Januar - ein Tag, der bundesweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern soll. Rat und Verwaltung, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sowie die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit hatten am Nachmittag zur Gedenkveranstaltung am Zwinger eingeladen.
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Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:




