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Zoo

Dass ein Zoobesuch in Münster unvergesslich ist, davon berichtet so mancher Tierfan. Ein älterer Herr sowie ein Junge werden dem seit heute Mittag zustimmen - allerdings aus ganz anderen Gründen!
Denn beide machten unfreiwillig Bekanntschaft mit dem Seitenarm der Aa, auf dem sonst eigentlich nur das Aasee-Boot Prof. Landois unterwegs ist.
Passanten halfen

Weltweit renommierte Experten in Sachen Schildkröten haben vom 15. bis 18. April die Kongressstadt Münster besucht. Der hier beheimatete Allwetterzoo und sein „Internationales Zentrum für Schildkrötenschutz“ (IZS) sind selbst im fernen China bekannt. Nur im IZS ist ein Drittel der bekannten Weltpopulation von zwei hoch bedrohten Scharnierschildkröten-Arten zu sehen.

Auch wenn das Wetter nicht an jedem Tag des vergangenen Osterwochenendes schön war, dem Allwetterzoo hat es gut getan: Knapp 20.000 Menschen haben die freie Zeit genutzt, um Löwe, Giraffe und Co. einen Besuch abzustatten. „Keine Rekordzahl, aber ein erfreuliches Ergebnis“, sagt Zoodirektor Jörg Adler im Gespräch mit echo-muenster.de.

Am Samstag, 27. März, können nicht nur Familien Geld sparen, wenn sie den Zoo in Münster besuchen. Der reduzierte Eintrittspreis von 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder gilt für alle. Zudem bietet der Zoo ein abwechslungsreiches Programm rund um Tiere, die im oder am Meer leben.

Die Gerüchte um das Delfinarium in Münster, seit einigen Tagen brodeln sie wieder. Und das, obwohl eigentlich nichts passiert ist: „Ja, wir führen Gespräche über die Zukunft der Anlage“, räumt Zoodirektor Jörg Adler ein, betont aber auch: „Der Austausch läuft zunächst rein intern, Entscheidungen stehen aktuell nicht an.“

Bei den Besucherzahlen stellen zoologische Gärten Museen und Theater in den Schatten. Sie bieten Erholung, Unterhaltung und sind nicht zuletzt lehrreich. Nirgendwo sonst kommt man Tieren so nahe wie im Zoo. Zoologische Gärten zeigen aber weit mehr als nur Tiere. Moderne Zoos haben sich die Erhaltung bedrohter Tierarten auf die Fahnen geschrieben.

Ruhig und entspannt verlief für das Gorillakind „Claudia“ die erste Autofahrt seines Lebens. Die halbjährige Tochter der am 17. Januar im Allwetterzoo gestorbenen „Gana“ wurde heute (Freitag) in die Gorilla-Kinderstube des Stuttgarter Zoos Wilhelma gebracht.

„Damit kann man doch prima bei seinen Kindern punkten“, lacht Prof. Dr. Michael Raschke, wenn er von der „Visite im Allwetterzoo“ bei den Menschenaffen berichtet. Der Hintergrund ist im Grunde ebenso ernst wie heute erfreulich: Das Universitätsklinikum Münster (UKM) hat dem Tiergarten eine komplette Anästhesie-Einheit geschenkt.

Insgesamt 2962 Tiere in 301 Arten weist die Inventurliste per 31. Dezember 2009 auf. Der letzte Tag im Jahr ist der Stichtag, zu dem ein Zoologischer Garten den handelsrechtlichen Erfordernissen entsprechend eine Inventur durchführen muss. Gezählt werden Schrauben, Besen, Zoobücher und eben auch Tiere.

Heute (Samstag) muss Nashörnchen Ebun wohl alleine im Schnee toben. Sein prominenter Pate Markus Lanz geht auf Nummer sicher und will den kleinen Pfundskerl angesichts des Schneegestöbers im Land doch lieber an einem anderen Tag im Allwetterzoo besuchen.
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