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Voll ist out
Wenn alljährlich bunt kostümierte Narren und Jecken durch Münsters Innenstadt ziehen, dann ist der Alkohol oft der wichtigste Begleiter. Lustig soll er sein, der verrückteste Tag im Jahr. Doch nimmt der Spaß bald ein jähes Ende, wenn zu viel Promille durchs Blut fließen.

„Wir sind noch so klein und lassen das Trinken sein“: Wenn „süße Küken“ so überzeugt im Karneval Position beziehen, ist Jugendschutz alles andere als ein "trockenes" Thema. Darüber freut sich die städtische Drogenhilfe, die für ihre Präventionskampagne "Voll ist out" zum Saison-Höhepunkt 2010 auf aktive Mitstreiter setzt.

Wissensdurstige sind am Samstag, 30. Januar, in der Stadtbücherei willkommen: Das "Voll ist out"-Team der städtischen Drogenberatung lädt von 10 bis 14.30 Uhr zum Infostand ins Foyer ein. Eltern und Jugendliche können beim umfangreichen Material der gleichnamigen Präventionskampagne zugreifen.

Knallig orange-farbige Jacken, pfiffige Infokarten und ein witziges Gewinnspiel – keine Frage, die "Voll ist out"-Teams fallen auf, wenn sie ab sofort wieder bis Rosenmontag durch Münsters Straßen ziehen. Ihr Ziel: bei Jugendlichen und Gastronomen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu werben.

Schule und Alkohol: Das ist nicht nur ein Thema bei Klassenfahrten, Abschlusspartys und der Schulhofaufsicht. Wenn es um die Präventionsarbeit geht, arbeiten die Schulen und die städtische Kampagne "Voll ist out" Hand in Hand. Bei der nächsten Lehrerfortbildung am Mittwoch, 9. Dezember, sind noch Plätze frei.

Beim Stichwort "Voller Genuss" entstehen bei jedem andere Bilder - und die möchte das "Voll ist out"-Team gern sehen. Der diesjährige Wettbewerb der städtischen Kampagne zur Prävention von Alkoholmissbrauch ruft Jugendliche auf, mit dem Handy oder der Digikamera „genussvolle Momente“ festzuhalten.

Preiswertes „Vorglühen“ daheim, ehe man zur Disko startet, Koma-Saufen oder Hochprozentiges vom Kiosk durch Volljährige mitbringen lassen: Der Umgang (nicht nur) von Jugendlichen mit der Alltagsdroge Alkohol ist und bleibt ein gesellschaftliches Problem. Zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch läuft deshalb die inzwischen sechste Auflage der Aktion „Voll ist out“ .

Schluss mit lustig: 17 junge Patienten landeten beim Rosenmontagszug in den beiden Zelten des Deutschen Roten Kreuzes im Rathausinnenhof, sieben von den Youngstern mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Die feucht-fröhliche Karnevalsfeier und der Einsatz von Sanitätern gehören - leider - untrennbar zusammen.
Die Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht ist gerade bei Jugendlichen nicht frei von Ängsten vor Peinlichkeiten und Zurückweisungen. Wohl auch deshalb erweist sich das "Voll ist out – Flirt ist in"-Angebot von Stadt Münster und dem Sozialdienst katholischer Frauen Münster (SkF) als echter Renner.

Zwischen Rathaus und Lamberti spielte sich heute nichts ab. Jedenfalls nichts Närrisches. Keine Helau-Rufe, keine Pauken, keine Trompeten, keine Karnevalsschlager und auch die Tanzgarden und Kapellen der Gesellschaften zogen beim Sternmarsch strammen Schritts vorbei.
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