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Mammuts wollen den Vampires die Zähne zeigen

Gruppenbild mit Cheerleaders: Der Mammuts-Kader für die Oberliga-Saison umfasst 46 Spieler. [Fotos: PD]
Lange, über ein halbes Jahr, hat sie brach gelegen, die Große Wiese in Kinderhaus. Das hat jetzt ein Ende: Am Samstag (16 Uhr) sind die Mammuts los. Die Münster Mammuts, um genau zu sein. Das American-Football-Team empfängt in der Oberliga West die Aachen Vampires zum ersten Heimspiel.
Eine schwere Aufgabe, die auf den neuen Headcoach Ronny Lemuth und sein Team zukommt. Nicht nur, weil die Mammuts das Saison-Auftaktspiel bei den Solingen Paladines mit 0:26 verloren. „Aachen“, sagt Lemuth klipp und klar, „ist für mich in diesem Jahr der Top-Favorit!“ Die Münsteraner selbst haben da ganz andere Ziele. Zumal sich bei den Mammuts kurz vor dem Saisonbeginn noch einiges getan hat.
Lemuth beerbt Versteeg
So rückte auch Lemuth, eigentlich als Offense-Coordinator unter Chef Frank Versteeg vorgesehen, in die erste Reihe. Der Niederländer Versteeg – erst seit Januar richtig tätig in Münster – machte einen Rückzieher. Aus privaten Gründen, heißt es. So entschieden die anderen Coaches und das Team, dass der ehemalige Zweitligaspieler von den Jena Hanfrieds der geeignete Nachfolger des Mannes aus Enschede sei. Kein Problem für die Mannschaft, „ich habe ja eh viel mit dem Team gearbeitet“, so Lemuth. Einen Motivationsknick in seinem 46-er-Kader konnte der gebürtige Thüringer jedenfalls nicht feststellen.
"Aufstieg? Alles Quatsch!"
Doch Lemuth (Foto) korrigierte schnell die unter Versteeg verlautbarten Ziele, in dieser Saison bereits um den Titel mitzuspielen. „Aufstieg? Alles Quatsch“, stellt der 32-Jährige klar: „Erstmal geht´s um den Klassenerhalt!“
Schließlich müsse sich das junge Team, das etliche Neuzugänge zu verzeichnen hat, und das im Juni – nach Saisonende der Jugendliga – weitere zehn Nachwuchskräfte ins Seniorenteam einbauen kann, erstmal finden. „Zusammenfügen und zusammenwachsen“, so Lemuth, sei die Mammut(s)-Aufgabe anno 2010. „Wenn es so weiterläuft wie bisher, dann können wir im kommenden Jahr richtig oben angreifen“, hofft der seit zwei Jahren in Münster tätige Thüringer.
Trio fehlt gegen Aachen
Zum Lernprozess werden auch Spiele wie am kommenden Samstag gegen die Vampire aus Aachen gehören. Die Westdeutschen sind für ihr gutes Passspiel bekannt, walzten zum Auftakt die Düsseldorf Bulldozers mit 40:6 nieder. Dass Lemuth am Samstag Cornerback Jaroslav Pastul und die beiden Offense-Line-Leistungsträger Dirk Berlin und Patrick Strietzel fehlen, macht die Sache nicht gerade einfacher für die Gastgeber. „Aber als Trainer muss man damit einfach umgehen, Ausfälle gehören nun mal dazu“, weiß Lemuth aus eigener, 17-jähriger Erfahrung. Trotzdem will er seiner Truppe gegen Aachen eines mit auf den Weg geben: „Natürlich müssen wir auch dieses Match nehmen, um zusammenzufinden, Fehler abzustellen. Aber wir wollen den Vampires auch zeigen: Wir sind hier die Platzherren!“
Lutz Hackmann
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