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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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Landesliga vor der Entscheidung: FCG und VfL im Fokus

Bothen

Daniel Bothen, Linksfuß des VfL, kann den Ball gefühlvoll bringen. Ob er das künftig in Wolbeck oder für Hiltrup macht, ist noch offen. [Fotos (3): Austermann]

[14.05.2010 | Münster | LUH/TA]

28 von 30 Spieltagen sind gespielt in der Fußball-Landesliga. Und die Situation um Auf- und Abstieg spitzt sich zu. Mittendrin zwei münsterische Klubs: Der 1. FC Gievenbeck als Tabellenführer und der VfL Wolbeck, der noch zwei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer hat.

Zumindest oben kann Sonntag schon eine Entscheidung fallen. Denn gewinnt der FCG bei der SV Vreden und bekäme zeitgleich Schützenhilfe vom Lokalrivalen BSV Roxel, der Verfolger SV Dorsten-Hardt zu Gast hat, wären die Gievenbecker Meister. Die Tabelle sieht derzeit so aus.

Im Abstiegskampf werden sich Hassel und Heiden die Punkte gegenseitig wegnehmen. Für den VfL Wolbeck die Chance, mit einem Sieg im Stadtderby beim TuS Hiltrup die Abstiegsplätze zu verlassen und es am letzten Spieltag selbst in der Hand zu haben.

SV Vreden – 1. FC Gievenbeck

Eine unbequeme Aufgabe wartet auf den Spitzenreiter aus Münster, dessen Vorsprung auf Dorsten am letzten Sonntag auf einen Zähler geschrumpft ist. Die Spielvereinigung aus Vreden, derzeit Liga-Neunter, sei „in der Tabelle unterplatziert“, findet FCG-Trainer Maik Weßels.

Was nach Meinung des Gievenbeckers auch daher rührt, dass die Westmünsterländer in den letzten Wochen ihre Reserve, die in der Bezirksliga gegen den Abstieg kämpft, stark gemacht haben – auf eigene Kosten. Ein Zähler aus den letzten drei Spielen holte das Vredener Landesliga-Team, die Reserve dagegen ist nach sieben Punkten aus drei Partien fast raus aus dem Schneider. So weiß man nicht, ob die Gastgeber übermorgen in Bestbesetzung antreten werden.

Für Weßels ist das ohnehin unerheblich – zumindest in seiner Ansprache nach außen. Nach dem 1:1 letzte Woche gegen Dülmen sei die Stimmung im Team geknickt gewesen. „Daher war es einfach unheimlich wichtig, dass wir dieses Kreispokal-Finale am Donnerstag gegen Hiltrup gewonnen haben. Und das mit unserer 1-b-Mannschaft. Das hat bei allen hier eine unheimliche Euphorie ausgelöst. Das war ein Meilenstein vom Kopf her“, beobachtete Weßels.

Diese Euphorie gilt es zu bündeln. „Klar“, weiß auch Weßels, „wir stehen in Vreden unter Druck. Aber wir müssen auch nicht nach Roxel schauen. Wir haben es selbst in der Hand. Das ist ein gutes Gefühl!“ Zumal Weßels am Sonntag in Vreden auf seine beste Elf zählen kann. Denn Patrick Westphal (Foto l.) und Alex Leifeld, die gegen Dülmen an allen Ecken fehlten, werden im Hamalandstadion auflaufen.

BSV Roxel – SV Dorsten-Hardt

Roxels Trainer Gundolf Lorenz hat ein gutes Erinnerungsvermögen. Am 1. Juni 2008, er war noch in Telgte verantwortlich, entschied sich der Klassenerhalt am allerletzten Spieltag. Die SG machte daheim ihre Hausaufgaben beim 3:2 gegen Heiden – es bedurfte zugleich der Schützenhilfe durch den 1. FC Gievenbeck. Der schaffte ein spätes Tor zum 1:1 bei Zweiten von Eintracht Rheine und sorgte damit für den FCE-Abstieg und Telgtes Rettung.

„Irgendwann, das wusste ich, würde ich mich mal erkenntlich zeigen können“, ist für Lorenz (Foto r.) der Tag gekommen, dem FCG einen Gefallen zu tun. Gegen Dorsten-Hardt soll der BSV wieder in Tritt kommen. Fünf Niederlagen am Stück haben zuletzt die starke Hinrunde verwässert, diesen Makel will Lorenz nicht reaktionslos stehen lassen. Verletzungsbedingt ist der Kader geschrumpft, mangelnde Alternativen lassen jeden internen Konkurrenzdruck verpfuffen.

TuS Hiltrup – VfL Wolbeck

Ohne Mirko Rühl, dessen Meniskusriss aus dem Spiel gegen Wettringen inzwischen operativ behandelt wurde und dem Wolbecker Stürmer eine Pause einbrockt, tritt der VfL als Drittletzter beim TuS Hiltrup an. Ob man es nun pikant nennt oder nicht, dass VfL-Trainer Thomas Fuchtmann ausgerechnet bei seinem nächsten Klub die Rettung des aktuellen vorantreiben muss – es ist eben wie es ist in der Landesliga.

„Zwei Siege wären ideal, einer kann vielleicht schon reichen“, kennt Fuchtmann das Programm der Kellerkonkurrenten. Manche Spieler der gerade im Kreispokalfinale denkwürdig gescheiterten Gastgeber können ganz praktisch die Chance nutzen, sich dem neuen Coach zu empfehlen. Noch ist Platz in Fuchtmanns TuS-Kader, ein fähiger Innenverteidiger zum Beispiel soll verpflichtet werden.

Beckers Gespräche

Der künftige VfL-Coach Carsten Becker treibt die Kaderplanungen am Brandhoveweg voran, trifft aber immer wieder auf zögernde Kandidaten. „Die würden gerne wissen, in welcher Liga sie wahrscheinlich spielen.“ Vorbereitende Gespräche führt der Ex-Preuße, mit den drei Nachwuchsspielern Sindou Kone, Jaime Nsue Mangue und Steeve Mendja Onana zum Beispiel. Ob Michael Kluczniok wirklich zur Kinderhauser Westfalia geht, scheint inzwischen auch nicht mehr in Stein gemeißelt.

Mit Routinier Lars Anfang (Foto l.), dem spielenden Co-Trainer des A-Ligisten SV Drensteinfurt, hat Becker auch Kontakt. Der langjährige Hiltruper, derzeit von einem Schlüsselbeinbruch genervt, wird den SVD verlassen und wäre beim VfL willkommen. Manche sagen, für Paul Lolaj gelte dies genauso.

Lutz Hackmann/Thomas Austermann

  • Weßels
    [05.07.2010 | LUH]

    Gerade mal 25 Tage ist es her, dass Maik Weßels und seine Mannen ihr letztes Saisonspiel bestritten. In Herbern, dieses denkwürdige 3:2 gegen den TuS Eving-Lindenhorst, das dem 1. FC Gievenbeck den Aufstieg in die Westfalenliga bescherte. Daran erinnert sich Weßels auch gerne zurück.

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  • M. Fascher
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  • Weverson vergibt
    [04.07.2010 | TA]

    750 Zuschauer sahen sich am Sonntag das von vornherein ungleiche Fußballduell zwischen dem TuS Hiltrup und dem SC Preußen an, der nach der großen Kilometerfresserei in der ersten Trainingswoche nur schwer in die Gänge kam, den Landesligisten am Ende aber deutlich mit 7:0 (2:0) besiegte. Überraschend: Fünf Treffer fielen durch Standardsituationen.

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  • Tantow
    [04.07.2010 | TA]

    RW Essen, aus der Regionalliga verbannter Traditionsverein, hat am Sonntag mit einem Fußballerkader das Training aufgenommen. Der noch nicht für die NRW-Liga zugelassenen Mannschaft gehört überraschend der Münsteraner Stephan Tantow (Foto l.) nicht an. Der beim Westfalenliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck ausgeschiedene 20-Jährige ist bitter enttäuscht.

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  • SCP im Training
    [02.07.2010 | TA]

    Ohne Orhan Özkara, Julian Loose und Mehmet Kara geht der SC Preußen am Sonntag (17 Uhr, Osttor) beim Landesligisten TuS Hiltrup ins erste Testspiel der Vorbereitung. Die meisten Fußballer dürften „mit schweren Beinen“ auflaufen, wie SCP-Trainer Marc Fascher annimmt.

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