Benutzeranmeldung
USC-Präsident Fell: "Platz vier wäre ein Quantensprung!"

USC-Präsident Matthias Fell (r.) mit Vize Hans Siebels und Kapitänin Andrea Berg. [Foto: Austermann]
Aufregende sieben Monate liegen hinter dem USC Münster, am Ende stand mit Platz acht – nur zwei Zähler hinter dem Sechsten VfB Suhl – die beste Platzierung des Bundesligisten seit 2006. Doch nach Willen des USC-Vorstandes ist das nur eine Zwischenstation auf dem Weg zurück in die Spitzengruppe des Oberhauses. USC-Präsident Matthias Fell äußert sich im Interview mit echo-muenster.de über die abgeschlossene Serie und wagt einen Blick in die Zukunft beim Bundesliga-Rekordmeister.
echo: Herr Fell, ist es für den USC in der just beendeten Saison einfach nur gut gelaufen, oder findet der Verein zu alter Stärke zurück?
Matthias Fell: „Fest steht, dass wir auf einem guten Weg sind. Ich selbst hatte zwar getippt, dass wir den siebten Rang, also den Sprung in die obere Tabellenhälfte, noch schaffen. Das hat ganz knapp nicht geklappt. Aber wenn man sich ansieht: Schwerin, Meister Vilsbiburg, Suhl, die haben wir geschlagen. Und in Wiesbaden und Stuttgart hauchdünn im Tiebreak verloren. Da kann man mehr als zufrieden sein, wie sich das Team präsentiert hat. Auch vor dem finanziellen Hintergrund. Man darf ja nicht vergessen, welche Möglichkeiten wir hatten. Wenn man da sportliche Notwendigkeit und wirtschaftliche Vernunft koppelt, würde ich sagen: unsere Punktausbeute war optimal!“
echo: Nun ist Bundesliga-Pause, eine lange noch dazu – bis Ende November, nach der WM in Japan. Gilt es nicht jetzt bereits, personell gewisse Pflöcke einzuschlagen?
Fell: „Absolut. Und wir wissen, wo wir ansetzen müssen. Das wird jetzt geschehen, oder ist schon angestoßen worden durch unseren Vizepräsidenten Sport, Jürgen Schulz. Wir müssen da aber Schritt für Schritt vorgehen.“
echo: Was wird man denn in der kommenden Saison von der Mannschaft erwarten können? Wo will der Vorstand hin?
Fell: „Nachdem ich bei meinem Amtsantritt 2008 sehr schlechte Zahlen in unseren Büchern vorgefunden habe, sind wir jetzt in die Spur gekommen, haben ein gutes Fahrwasser erreicht. Auf dem Gebiet des Sponsorings hat sich einiges getan und wird sich noch einiges tun, das kann ich versprechen. Daher haben wir uns für das Jubiläumsjahr 2011, sprich die kommende Saison, in der der USC 50 Jahre alt wird, einiges vorgenommen. Grundlage dafür ist, dass wir auf der Mitgliederversammlung am 6. September einen guten Haushalt vorlegen. Aber da bin ich guter Hoffnung.“
echo: Konkret war zu hören, dass über das Erreichen der Playoffs, also Platz vier und besser, laut nachgedacht wird…
Fell: „Die Zahlen, also die wirtschaftlichen Zahlen, sind so zu deuten, dass wir sowohl weiter den eingeschlagenen Kurs der Konsolidierung fahren, andererseits aber auch das Team verstärken werden. Es stimmt, Platz vier im Jubiläumsjahr, das wäre ein Quantensprung. Und mein Traum ist es, wieder beim Pokalfinale in Halle mit dem USC dabei zu sein. Und glauben Sie: Wenn wir nicht gewisse Rahmendaten hätten, würden wir uns nicht so weit aus dem Fenster lehnen.“
echo: Das würde besonders Trainer Axel Büring freuen…
Fell: „Herr Büring hat das Team in diesem Jahr sehr gut hingekriegt. Und er ist begeistert von der Perspektive, die sich für die kommende Serie ergibt.“
echo: Angesichts der starken Konkurrenz in der Bundesliga-Spitze, wird es da ein, zwei sogenannte Kracher brauchen, um unter die Top-Vier zu kommen…
Fell: „Und eben da bin ich guten Mutes, dass wir dafür die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen werden. Wir haben in den letzten Wochen schon die Weichen gestellt. Mit der Verlängerung mit Geschäftsführer Detlef von Delft, mit dem neuen Vertrag für Zuspielerin Michaela Jelinkova. Entscheidend wird sein, ob Maren Brinker unser Angebot annimmt. Das ist ein ganz wichtiger Baustein. Sollte sie sich anders entscheiden, müsste dafür eine Akteurin kommen, die mindestens genau so gut ist. Ich kann versichern: Auch in dieser Personalie sind wir ein fairer Gesprächspartner. Wir wissen, was gute Spielerinnen wert sind!“
echo: Beim USC, respektive im unmittelbaren und mittelbaren Umfeld, herrschte die ganze Saison über eine sehr entspannte Stimmung. Wie haben Sie das erlebt?
Fell: „Ich würde sagen: Es herrschte eine sehr gute Stimmung. Das hat sich auch auf der Saison-Abschlussfeier nach dem Match am Samstag gegen den VC Wiesbaden gezeigt. Die Menschen hier spüren: Es hat sich was getan beim USC. Das ist wichtig, weil gerade unser Umfeld, unsere Helfer, die Menschen sind, die das USC-Schiff flott halten.“
Interview: Lutz Hackmann
[06.07.2010 | LUH]Das waren für den USC Münster zwei Puzzleteile, die noch fehlten: Der Volleyball-Bundesligist gab am Dienstag die Vertragsverlängerungen von Kathi Holzgreve und Steffi Golla bekannt. „Damit sind wir so weit, wie wir Anfang Juli sein wollten“, erklärte USC-Vize Sport, Jürgen Schulz.
Bedenkzeit
[06.07.2010 | LUH]Gstaad war für Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün dann doch nur eine Stippvisite: Gestern überraschend ins Grand-Slam-Feld nachgerückt und im deutschen Country Quota gegen Geeske Banck und Anja Günther erfolgreich, schied das Duo vom USC Münster am Dienstag im ersten Quali-Spiel aus.
[05.07.2010 | LUH]Im Augenblick dürften Geeske Banck und Anja Günther von ihren gelegentlichen Trainingspartnerinnen Rieke Brink-Abeler und Angelina Grün die Nase gestrichen voll haben.
[04.07.2010 | TA]Nach den Ferien wird es voller im Sportinternat an der Salzmannstraße – wie erwünscht und für die Finanzierung auch notwendig kommt neues Leben in die Bude. Von elf auf mindestens 24 junge Köpfe wächst die Bewohnerschaft. Und bei der Präsentation des Angebots im Lettischen Centrum am Tag der offenen Tür hatte man das Gefühl, dass der Betrieb jetzt richtig Fahrt aufnehmen wird.
[02.07.2010 | TA]21 Treffer zum 14. Sieg der SV 91
Archiv
Am 7.7.2010 ist der Umzug in unser neues Zuhause echo-muenster.de (ohne www.) erfolgt. Auf vielfachen Wunsch bleiben die gesamten bisherigen Inhalte weiterhin hier erreichbar:



