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[17.05.2010 | ECHO]

Aus sechs mach eins: echo-muenster bekommt ein neues Format. Wir verabschieden uns von den Ressorts Aktuelles, Wirtschaft, Kultur, Hochschulen und Kaleidoskop. Die Sportkollegen werden in gewohnter Qualität weiterhin tagesaktuell berichten - und dies noch ausführlicher tun. Thomas Austermann und Lutz Hackmann bleiben also im wahrsten Sinne des Wortes „am Ball“. 

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USC gegen Wiesbaden: Beim Saisonfinale geht´s um was

Maren Brinker

Nationalspielerin Maren Brinker absolvierte eine ganz starke Saison. Ihr Vertrag läuft aus, im schlimmsten Falle ist sie am Samstag letztmalig im USC-Trikot zu sehen. [Foto: Hackmann]

[07.05.2010 | Münster | LUH]

Der letzte Auftritt des USC Münster in der Bundesliga-Saison 2009/10 am Samstag (18 Uhr) hat nochmal alle Ingredienzien für einen Volleyball-Festtag. Es kommt der 1. VC Wiesbaden ins Volleydrom, die Mannschaft, die nach einer überragenden Saison noch den Meistertitel holen kann.

Dafür müsste das Ensemble der chinesischen Trainerin Xiaojun Yang in Münster gewinnen, zeitgleich aber auch Spitzenreiter Vilsbiburg daheim gegen das VTA Hamburg verlieren. Der USC könnte im Meisterschafts-Duell zum Zünglein an der Waage werden, ein Szenario, auf das man sich bei den Westfalen freut – und das zusätzliche Motivation freisetzen soll.

Büring: "SSC und Raben geschlagen"

Respekt vor einer glänzend besetzten Wiesbadener Mannschaft ja, Angst vor diesem Gegner nein. USC-Trainer Axel Büring zeigt sich ungewohnt angriffslustig: „Wir haben mit Vilsbiburg und Schwerin zuhause schon den Ersten und den Dritten geschlagen. Wir werden versuchen, jetzt gleiches gegen den Zweiten zu schaffen“, sagt der 42-Jährige. Mit durchaus eigennützigen Beweggründen. Büring: „Mit einem Sieg können wir noch Siebter werden, also die Saison in der oberen Tabellenhälfte abschließen. Das wäre ein großartiges Ergebnis. Diesen Traum wollen wir gegen Wiesbaden verwirklichen.“ Schon beim Hinspiel in der hessischen Landeshauptstadt war es eng, der USC verlor erst im Tiebreak.

Nervenstarke Wiesbadener

Die Hessen sind für Büring das Überraschungsteam der Saison. „Dass die in diesem Jahr bis zuletzt um den Titel mitspielen, war aus meiner Sicht nicht zu erwarten“, erklärt der Amelsbürener. Was vor allem einer offensichtlichen Nervenstärke des VCW-Ensemble geschuldet ist. Sieben Mal mussten Yangs Spielerinnen in der laufenden Saison in den fünften Satz, sieben Mal verließen sie das Parkett dann auch als Gewinner. Also: Sollte der USC einen Sieg einfahren wollen, dann sollte er es gar nicht zum Tiebreak kommen lassen.

"Chance erarbeiten"

Dass das angesichts der Wiesbadener Besetzung mit Spielerinnen wie Lainesalo, Novotna, Schaus, Borowikow, Kralikova, Fetting, Lehmann oder Dörendahl ein hartes Stück Arbeit werden wird, muss auch Büring eingestehen. „Es geht darum, dass wir es wirklich schaffen, Wiesbaden unter Druck zu setzen“, weiß Büring. „Diese Chance müssen wir uns erarbeiten, und wenn sie kommt, dann müssen wir da sein!“ Eine Möglichkeit die von der Papierform favorisierten Gäste in die Bredouille zu bringen, ist natürlich der Aufschlag. „Wiesbaden hat in der Annahme ein gewisses Gefälle“, hat Büring beobachtet.

Leckerbissen - und dann ein halbes Jahr Pause

Den Versuch, dem VCW noch ein Bein zu stellen, was die Hessen sogar noch Platz zwei kosten könnte, wird der USC mit dem kompletten Kader unternehmen. Alle Spielerinnen sind voll im Training, zudem verlängerte am Dienstag Zuspielerin Michaela Jelinkova ihren Vertrag in Münster bis 2012. Was möglicherweise auch im Team noch ein paar Prozentpunkte extra freisetzt.

Es scheint jedenfalls so, als würde der USC seine Fans mit einem echten Leckerbissen auf hohem Niveau in die lange, wegen der WM in Japan bis November dauernde Saisonpause entlassen. „Wir sind heiß. Wir freuen uns auf dieses Match“, verspricht Büring den USC-Anhängern.

Lutz Hackmann

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