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„Meins bleibt meins!“: Neue Polizeikampagne will Fahrraddieben das Leben erschweren
Stark gegen Fahrraddiebe: Polizei wie auch Händler wollen in der neuen Kampagne "Meins bleibt meins" für die Registrierung der Räder werben. [Fotos: Kern]
Es ist nicht die erste Anstrengung, die die Polizei gegen Münster Kriminalitätsproblem Nummer eins, den Fahrraddiebstahl, unternimmt: Mit einer Kampagne unter dem Motto „Meins bleibt meins!“ wirbt sie jetzt für eine flächendeckende Registrierung möglichst vieler der schätzungsweise 700.000 Leezen, die in Deutschlands Fahrradhauptstadt unterwegs sind.
Noch einmal in Zahlen: 20 Prozent der registrierten Kriminalität in Münster geht auf das Stehlen von Fahrrädern zurück, ein Anteil, der „mehr als drei mal so hoch ist wie der Landesdurchschnitt“, erklärt Polizeipräsident Hubert Wimber. Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei acht Prozent. „Unser Ziel ist es, den Schnitt auf mindestens zehn Prozent zu verbessern“, kündigt der Behördenchef an. Um dies zu erreichen, haben sich die Beamten einiges überlegt: Ein neuer Aufkleber warnt den potentiellen Dieb „Finger weg – Polizei“. Denn dort ist jeder Drahtesel, der diese Marke trägt, in der Fahrradhalterdatei registriert. Über eine individuelle Nummer kann der Besitzer genau zugeordnet werden.
Registrierung bereist beim Kauf
Das dahinter stehende Konzept ist auf eine erfolgreiche Prävention abgestimmt: „Im Rahmen der Kampagne sollen möglichst viele Räder erkennbar registriert werden. Dadurch können die Polizeikontrollen erleichtert und die Wahrscheinlichkeit, einen Täter zu überführen, erhöht werden“, erläutert Kriminaloberrat Dirk Zeller. Gespräche mit Fahrradhändlern wurden ebenfalls geführt: „Wer eine neue Leeze kauft, der sollte diese noch im Geschäft in die Datei eintragen lassen.“ Dabei werden Daten von Besitzer und Rad aufgenommen, den Aufkleber gibt es dazu – kostenlos.
Wichtig: Ein gutes Fahrradschloss
„Am besten wird er am Sattelrohr angebracht“, so der Tipp von Wimber Foto rechts). Wer schon ein Fahrrad hat, kann dieses in jeder Polizeidienststelle in Münster erfassen lassen – im Zweifelsfall auch ohne Kaufbeleg, aber stets mit Personalausweis. Grundsätzlich gilt, ob registriert oder nicht: „Ein massives Schloss hilft, das Fahrrad vor Diebstahl zu schützen“, sagt Wimber. Denn: „Wenn er den Verschluss nicht binnen 20, maximal 30 Sekunden geknackt hat, lässt der Dieb von dem Rad ab. Das Risiko, entdeckt zu werden, ist dann einfach zu hoch.“
Caroline Kern
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