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Missbrauchsskandal gilt als Ursache: Zahl der Kirchenaustritte im Bistum spürbar angestiegen

Die Kirchenaustritte im Bistum Münster sind klar angestiegen: "Da gibt es nichts zu beschönigen", kommentiert Prälat Norbert Kleyboldt die Situation. [Foto: PD]
Die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Münster ist im ersten Vierteljahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr klar angestiegen: von 1.695 in den Monaten Januar bis März 2009 auf nunmehr 1.851 - bezogen auf den gleichen Zeitraums.
„Man muss davon ausgehen, dass der Anstieg mit den bekannt gewordenen Fällen von sexuellem Missbrauch zu tun hat, da gibt es nichts zu beschönigen“, kommentierte der Generalvikar des Bischofs, Prälat Norbert Kleyboldt, die Situation. Wie die Bischöfliche Pressestelle am Dienstag mitteilte, hängt der Anstieg im ersten Quartal 2010 damit zusammen, dass die Kirchenaustritte während der beiden Anfangsmonate gegenüber den Vergleichszahlen des Vorjahres rückläufig waren, dann aber stark zugenommen haben.
Hintergrund-Informationen
Im Januar kehrten in der Diözese (in Klammern die Vergleichszahlen 2009) 373 (464) Katholiken der Kirche den Rücken, im Februar waren es 394 (690). Im März 2010 schnellte die Zahl deutlich in die Höhe: von 541 im Vorjahr auf 1.084 im März dieses Jahres (plus 543). April-Zahlen liegen nicht vor.
„Von einer dramatischen Austrittswelle, wie sie in den stark katholisch geprägten Regionen Süddeutschlands zu registrieren ist, kann hier keine Rede sein“, hieß es in der Mitteilung. "Dennoch bedauern Bistumsleitung und alle Verantwortlichen jeden einzelnen Austritt zutiefst, auch wenn wir die genauen Hintergründe nicht kennen."
Aber es könne keinen Zweifel daran geben, dass der Missbrauchsskandal die zentrale Ursache für den Anstieg sei. So werde man alles daran setzen, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Viele Gemeinden im Bistum seien „interessiert und bemüht", die Motive jener zu erfahren, die nicht mehr eingeschrieben sind.
[06.05.2010 | ECHO]Der alte, ehrwürdige St.-Paulus-Dom in Münster, Haupt- und Mutterkirche des Bistums, steht vor mehrjährigen umfassenden Sanierungsarbeiten. Erneuert werden müssen das Dach der Kathedrale, die Heizung, Lüftung, Elektrotechnik. Außerdem soll der Brandschutz verbessert und der Salvatorgiebel am südlichen Ostquerhaus restauriert werden.
- [06.05.2010 | CKR]
Gegen das Urteil im Prozess gegen den Wohn+Stadtbau-Geschäftsführer Klemens Nottenkemper, das am Mittwoch, 5. Mai, am Amtsgericht Münster gesprochen wurde, will neben dem Verteidiger jetzt auch der Staatsanwalt Berufung einlegen. Die von der Richterin gesetzte Geldstrafe von 16.000 Euro liegt deutlich unter der Forderung des Anklagevertreters.
- [05.05.2010 | ECHO]
Er habe lediglich die Beschlüsse des Aufsichtsrates umgesetzt und sei sich keiner Schuld bewusst, versicherte Klemens Nottenkemper, als das Urteil schon gesprochen war. Wegen Untreue muss der Geschäftsführer der Wohn+ Stadtbau jetzt 16.000 Euro zahlen – so hat es das Amtsgericht im Prozess um die „Vergnügungsreisen“ am Mittwoch, 5. Mai, beschlossen.
„Verschwendetes Vermögen“: Wohn + Stadtbau-Chef Nottenkemper verurteilt – Anwalt kündigt Berufung an[05.05.2010 | CKR]Wegen „Untreue in vier Fällen“ ist der Geschäftsführer der Wohn+Stadtbau GmbH, Klemens Nottenkemper, am Mittwoch, 5. Mai, am Amtsgericht Münster nach sechs Verhandlungstagen zu einer Geldstrafe in Höhe von 16.000 Euro verurteilt worden. In der Begründung heißt es: „Die Aufsichtsratsfahrten waren sinnvoll, aber nicht notwendig.
- [05.05.2010 | CKR]
Am vierten Verhandlungstag (Mittwoch, 5. Mai) im Prozess gegen Klemens Nottenkemper, den Geschäftsführer der Wohn + Stadtbau GmbH, soll es am Nachmittag zu einem Urteil kommen. Der Angeklagte gibt sich weiterhin kämpferisch und betont: „Ich fühle mich nach wie vor unschuldig.“
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