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Kompletter Anbau rollt auf Tiefladern an: Neue Patientenzimmer fürs UKM schweben am Kran ein

Bis Mitte der Woche soll das dreigeschossige Gebäude stehen. Heute schwebten die ersten Module an Ort und Stelle. [Fotos: PR]
Ein dreigeschossiges Gebäude mit modernen Patientenzimmern entsteht derzeit an der Klinik und Poliklinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Münster (UKM).
Das Außergewöhnliche dabei: Geplant sind dafür rund drei Tage Bauzeit. Möglich ist das durch eine innovative Modulbauweise, bei der die verschiedenen Bauelemente des Gebäudes einzeln zusammengesetzt werden.

(v. l.): Dr. Christoph Hoppenheit, Kaufmännischer Direktor und stellv. Vorstandsvorsitzender des UKM, Hermann Bolle, Geschäftsführer der Bolle System- und Modulbau GmbH, und Stephan Triphaus, Geschäftsführer der UKM Infrastrukturmanagement GmbH, inspizierten gemeinsam eines der künftigen neuen Patientenzimmer.
Elemente auf 14 Transportern
14 Schwertransporte lieferten die Elemente am heutigen Montag an, die mit Hilfe eines Autokrans in das Fundament gehoben wurden. Bereits in dieser Woche soll der so genannte Modulanbau fertig gestellt sein. Denn zu den Elementen zählen auch bereits komplett installierte Zimmer mit Fliesen und sanitären Anlagen. Ab dem 1. Juli können dort die ersten Patienten versorgt werden.
Dem Bedarf Rechnung tragen
Genutzt werden die Patientenzimmer von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Klinik für Unfallchirurgie. Denn wie das gesamte UKM waren auch die Chirurgie und Unfallchirurgie im vergangenen Jahr zu 100 Prozent ausgelastet und auf zusätzliche Räumlichkeiten angewiesen. „Mit dem Modulanbau können wir diesem Bedarf innerhalb kürzester Zeit Rechnung tragen, ohne dabei auf Komfort und moderne Standards für die Patienten zu verzichten“, betont der Kaufmännische Direktor und stellvertretende Vorstandsvorsitzende des UKM Dr. Christoph Hoppenheit.
Station wird frei gezogen
Gleichzeitig konnte eine bestehende Station im Altbau ersetz werden, die nun nicht mehr saniert werden muss und für eine alternative Nutzung bereit steht. Die Kosten für die Erweiterung in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro trägt das UKM aus eigenen Mitteln. Realisiert wurde das Projekt von der UKM Infrastrukturmanagement GmbH gemeinsam mit der Firma Bolle System- und Modulbau GmbH. Die Planungen und Vorarbeiten für den Anbau brauchten sechs Monate, bevor am Montag die ersten Module zusammengesetzt wurden.
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