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Bei leichtfertiger Geldwäsche geholfen: Münsteraner kommt Gutmütigkeit teuer zu stehen

Vorsicht bei der leichtfertigen Weitergabe von Bankdaten - warnen Polizei und Staatsanwaltschaft. Im vorliegenden Fall war ein Münsteraner das Opfer einer "Phishing"-Betrügerei geworden. [Foto: Pixelio/Bachert]
Die Hilfsbereitschaft eines 36-jährigen Münsteraners ist diesem jetzt teuer zu stehen gekommen, wie die nachfolgende Geschichte zeigt. Deshalb warnen Polizei und Staatsanwaltschaft eindringlich vor ähnlichen verhaltensweisen.
Beim Verlassen einer Bankfiliale am 1. März wurde er von einem etwa 55 bis 60 Jahre alten, augenscheinlich seriös aussehenden Mann angesprochen. Dieser erklärte ihm, dass er von außerhalb käme, nunmehr in der Westfalen-Stadt ein Auto gekauft habe.
Da er jedoch nicht genügend Geld bei sich trage, suche er jemanden, der auch über ein Konto bei diesem Geldinstitut verfüge. Dann könne sein Geschäftspartner überweisen. Als Obolus wurden dem Mittdreißiger 100 Euro versprochen, worauf er seine persönlichen Daten herausgabe. Der Unbekannte telefonierte, wenige Minuten später befand sich der vierstellige Betrag auf dem Konto. Der Münsteraner hob die Summe ab, händigte sie sodann dem Fremden aus.
Transaktion
Beim gemeinsamen Kaffeetrinken fiel dem wiederum ein, dass der Wagen möglicherweise teurer werden könne. So erbat er nach dem gleichen Muster eine zweite Transaktion, die wiederum erfolgreich funktionierte.
Tage später erfuhr der 36-Jährige von seiner Bank, dass die Beträge illegal überwiesen worden waren, es stammte aus einem so genannten "Phishing"-Fall. Die bislang noch nicht ermittelten Täter hatten die Zugangsdaten fremder Konten ausgespäht und dann die Überweisungen in Auftrag gegeben. Der Münsteraner wird sich jetzt wegen leichtfertiger Geldwäsche verantworten müssen. Zudem fordert die Bank den Gesamtbetrag, der sich jetzt im oberen 4-stelligen Bereich bewegt, zurück.
Personenbeschreibung für den vermeintlichen Autokäufer: 55 bis 60 Jahre alt, 170 bis 175 Zentimeter groß, kräftige Gestalt, Kurzhaarschnitt, bekleidet mit einem langen, dunklen Mantel, rotem Pullover und gelbem Seidenschal. Hinweise von Zeugen werden erbeten unter der Rufnummer Tel. (0251) 275-0.
Die Polizei warnt nochmals davor, das eigene Konto für Geldgeschäfte fremden Personen zur Verfügung zu stellen.
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