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FH-Studenten als Tüftler: Ein Car-PC macht gemeinsame Sache mit dem Handy

Moritz Prinz (l.) und Sebastian Vagedes präsentieren Prof. Dr. Peter Glösekötter (r.) die Ergebnisse ihres Masterprojektes . [Foto: PR]
Der neue Car-PC passt genau in den Radioschacht. Verbunden mit dem mobilen Telefon wird er zum Navigationsgerät, Radio oder zum MP3-Player und lässt natürlich auch das Surfen im Internet zu.
„Der Car-PC kann all das, was das Handy auch kann", erklärt Moritz Prinz, Masterstudent am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster.
Master-Projekt
Gemeinsam mit seinen Kommilitonen Sebastian Vagedes und Kristian Wessels hatte er das Masterprojekt übernommen. Über zwei Semester widmeten sich die drei Münsteraner der Aufgabe, einen Computer für Autos zu entwickeln, der mit einem Mobiltelefon „kommuniziert".
Technologie-Transfer
„Dabei wollen wir den Herstellern von Navigationsgeräten oder Autoradios keinesfalls Konkurrenz machen, sondern einen gemeinsamen Schwenk von traditionellen hin zu neuen Systemen in Verbindung mit dem Handy anbieten", erklärt Dr. Edmund Coersmeier, Technischer Leiter der Task9 GmbH. „Ziel der Kooperation zwischen der Fachhochschule und meinem Unternehmen ist es, einen Technologietransfer für die sich wandelnde Automobilindustrie bereitzustellen und den sich sehr schnell verändernden und expandierenden Markt der mobilen Geräte an die Automobilindustrie anzupassen."
Projekt macht Karriere
„Im Masterstudium müssen die Studierenden ein Masterprojekt, das wöchentlich fünf Stunden umfasst und über zwei Semester läuft, erfolgreich abschließen", erklärt Prof. Dr. Peter Glösekötter, Leiter des Labors für Halbleiterbauelemente und Bussysteme am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Studienkollegen Coersmeier hatte der Hochschullehrer die Aufgabe gestellt. „Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend, daher werde ich das Projekt auf einem europäischen Workshop für Mikroelektronik an der Technischen Universität Darmstadt vorstellen", unterstreicht Glösekötter.
"Nicht auf Stunden geschaut"
„Bei der Lösung der Aufgabe stand auch unser privates Interesse am Thema im Vordergrund, auf die Arbeitsstunden haben wir nicht geachtet", betont Prinz. Und das Ergebnis der Arbeit kann sich sehen lassen: Der Car-PC verfügt über alle Funktionen, die auch ein „normaler" Computer hat. Die Festplatte ist nicht erschütterungsempfindlich und läuft daher sogar während der Fahrt. Die Bedienung erfolgt über ein Touchscreen, was einfacher ist als über die kleine Handytastatur. Das Gehäuse und die mechanischen Komponenten bauten die drei Studenten gemeinsam mit Dipl.-Ing. Josef Decking im Labor zusammen. Anschließend arbeiteten sie vorwiegend in den eigenen vier Wänden. Nun steht nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Masterprojektes für die drei angehenden Ingenieure nur noch die Masterarbeit an.
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