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Vom Karnevalszug direkt ins DRK-Zelt: Sanitäter und Drogenbeauftragte ziehen Rosenmontags-Bilanz
Wer zuviel Alkohol im Blut hatte, dem wurde an Rosenmontag im DRK-Zelt geholfen. [Foto: Kern]
Wenn alljährlich bunt kostümierte Narren und Jecken durch Münsters Innenstadt ziehen, dann ist der Alkohol oft der wichtigste Begleiter. Lustig soll er sein, der verrückteste Tag im Jahr. Doch nimmt der Spaß bald ein jähes Ende, wenn zu viel Promille durchs Blut fließen.
Aus einer anderen Perspektive erleben daher die Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) den Rosenmontagsumzug: 85 ehrenamtliche Einsatzkräfte haben sich von 9 bis 18 Uhr im Sanitäts- und Rettungsdienst vor allem um diejenigen der 80.000 bis 85.000 Karnevalsfans gekümmert, denen der Alkohol zu Kopf gestiegen ist. Die Bilanz: „In 26 Fällen mussten die Patienten mit Rettungswagen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht werden, drei Mal kam der Notarztwagen zum Einsatz“, erklärt Nina Heckmann, Öffentlichkeitsbeauftragte des DRK.
Bier, Wodka oder Sekt
„Bei den Versorgten handelte es sich um Jugendliche ab 15 Jahren, die häufig zu viel Bier, Wodka oder Sekt getrunken hatten“, berichtet Frank T. Achterholt, ebenfalls vom DRK. Auch Schnittverletzungen durch Glasscherben oder im Zuge von Schlägereien mussten in den Zelten im Rathausinnenhof behandelt werden. An acht Sanitätsposten entlang der Fahrtstrecke haben sich die Sanitäter aufgestellt. „Die Bilanz fällt wie im Vorjahr aus: Die Patienten sind sehr jung, und grundsätzlich haben sie zu viel getrunken. Zum Glück ist die Anzahl der Versorgten nicht angestiegen“, meint Achterholt.
Niedrige Temperaturen
Ein weiteres Problem ergebe sich durch die niedrigen Temperaturen: „Durch den Alkohol vergrößert sich das Blutvolumen, so dass der Körper schneller auskühlt. Viele hingegen meinen, dass vor allem hochprozentige Getränke von innen wärmen – ein kurzfristiger Effekt, der zu einer bedrohlichen Situation für den Kreislauf werden kann“, warnt der Pressesprecher.
Karneval und Alkohol
Astrid Eikel vom „Voll ist out“-Team der städtischen Drogenhilfe hat mit ihren Mitarbeitern Informationen rund um das Thema Alkohol verteilt. Auch sie ist froh, dass in diesem Jahr nicht noch mehr Jugendliche betroffen waren: „Es ist gut, wenn die Zahl nicht steigt. Wir verfolgen aber auch nicht die Illusion, dass sie auf Null herabsinken wird. Karneval und Alkohol gehören anscheinend zusammen.“
Caroline Kern
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Die Ampel an der Brüningheide/Westhoffstraße wechselte von „Grün“ auf
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